Versicherungsblog

Im Bereich Versicherung ist es nicht leicht bei den vielen änderungen den Überblick zu behalten. Mit unserem Blog halten wir sie über Themen aus den Bereichen Versicherungen, Kapitalanlagen und Finanzen auf dem Laufenden.





Immobilien vererben

9th Januar, 2008 von Katrin

Damit ist der Gesetzgeber aufgefordert, die Bewertungsmaßstäbe bis spätestens Ende 2008 verfassungskonform zu ändern.
Als Bewertungsgrundlage gilt dann zwar auch weiterhin der Verkehrwert, aber die Erbschaftssteuer für Immobilien wird ab 2009 wohl ansteigen.

Bis zur Änderung des Erbschaftsgesetzes unterscheidet das Finanzamt noch bei der steuerlichen Bewertung des Erbes: Kapitalvermögen wird nach dem Nennwert bzw. aktuellen Kurswert veranschlagt, hier ist der Wert relativ einfach festzustellen. Immobilien und Grundstücke hingegen werden momentan noch mit nur 50 bis 60 Prozent des Verkehrswertes bewertet, und das ist für die Erben bisher entscheiden günstiger gewesen. Ab 2009 werden Erben hier wohl tiefer in die Tasche greifen müssen, wobei die Regierung schon vor ab ankündigte, dass auch nach der neuen Gesetzgebung auch weiterhin ein klassisches Einfamilienhaus ohne weitere Steuerlast vererbt werden kann.

Trotzdem: wer ganz sicher gehen will, sollte die Übergangszeit ausnutzen und einen Weg finden, dem Finanzamt trotz des neuen Gesetzes ein Schnippchen zu schlagen.
Zum Beispiel können Immobilien bis 2009 noch verschenkt werden. Eine Schenkung in solch großem Rahmen muss natürlich genauestens geregelt werden – zum Beispiel in Bezug auf Wohn- und Nießbrauchrechte -, spart aber unter Umständen eine ganze Menge Steuern.


Vorsorgeuntersuchungen werden Pflicht

8th Januar, 2008 von Sven

In den Monaten Juli und November 2008 stehen die nächsten Stufen der Gesundheitsreform an. Spätestens dann werden Vorsorgeuntersuchungen ein völlig neues Gewicht bekommen, denn sie werden Pflicht.

Noch steht nicht endgültig fest, ab welchem Lebensalter regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten nachgewiesen werden müssen. Sicher ist jedoch: wird ein gesetzlich versicherter Patient chronisch krank und kann keine regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen nachweisen, darf die gesetzliche Krankenkasse zukünftig zwei Prozent von Einkommens des Versicherten einbehalten. Sozusagen als Zuzahlung für fahrlässig herbeigeführte Krankheitskosten.

Natürlich werden noch Ausnahmeregelungen festgelegt werden, denn nicht jede späterhin auftretende chronische Krankheit ist schon im Vorfeld durch Vorsorgeuntersuchungen feststellbar. Und nicht jede Vorsorgeuntersuchung ist in allen Fällen wirklich sinnvoll.
Aber: gesetzlich Versicherte, die in diesem Jahr 45 Jahre und älter sind sollten dieses Thema unbedingt weiter verfolgen, um im Ernstfall nicht unnötig hohe Kostenbeteiligungen zu riskieren.
Es ist übrigens schon heute sinnvoll, an regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen und diese auch dokumentieren zu lassen, denn viele gesetzliche Krankenkassen honorieren dieses bereits jetzt mit Bonuszahlungen oder günstigeren Tarifen.


Krankenzusatzversicherung

7th Januar, 2008 von Katrin

In der heutigen Zeit, in der staatliche Zuschüsse ständig mehr gekürzt werden, wo die einfachen Kassenpatienten oft nur Patienten zweiter Klasse sind und die Kassen immer weniger Leistungen erbringen, erfreuen sich Zusatzversicherungen wachsender Beliebtheit. Mit Hilfe dieser oftmals sehr günstigen Versicherungen ist es möglich, den bestehenden Versicherungsschutz durch die Krankenkasse zu erweitern und zu ergänzen.

Im Bereich der Zahnbehandlungen und des Zahnersatzes zahlen die gesetzlichen Krankenversicherungen nur noch die Hälfte der festgelegten Regelversorgung. Für viele Patienten bedeutet dies oftmals, auf qualitativ weniger gute und unästhetische Zahnersatzprodukte zurückgreifen zu müssen, da finanziell einfach nicht mehr drin ist. Für solche Fälle, die ja wirklich absolut jeden treffen können, bietet sich eine sogenannte Zahnzusatzversicherung an. Diese kann für einen geringen monatlichen Beitrag bei verschiedenen Anbietern abgeschlossen werden und den Zuzahlungssatz der Krankenkasse sogar verdoppeln, also eine wirklich lohnende Angelegenheit.

Heutzutage nehmen stressbedingte Erkrankungen drastisch zu. Z. B. Migräne oder Rückenbeschwerden können häufig nur durch extrem starke Medikamente oder alternative Heilmethoden, wie z. B. Akupunktur, Akupressur usw. gelindert werden. Jedoch übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Besuche beim Heilpraktiker so gut wie nie. Für den Einzelnen sind solche Heilmethoden undenkbar, weil sie finanziell nicht tragbar sind. Für solche Fälle bieten einige Versicherungen ebenfalls eine Zusatzversicherung zur bestehenden Krankenkasse an, mit der diese Kosten abgedeckt werden.

Ebenso ist es möglich, Zusatzversicherungen für diverse andere Bereiche abzuschließen, wie eine Reiseversicherung für den Aufenthalt im Ausland oder für Brillenträger ist auch eine Brillenversicherung sinnvoll und sich so aus der Position eines „Patienten zweiter Klasse“ eine Ebene höher zu katapultieren. Zu beachten ist jedoch, dass es sich bei Zusatzversicherungen um Vorsorgeversicherungen handelt, d. h. dass sie vor Eintreten einer Krankheit abgeschlossen werden müssen, um unnötige Zusatzkosten, wie spezielle Risikozuschüsse zu vermeiden.


Die private Altersvorsorge

7th Januar, 2008 von Sven

Es ist nicht leicht, unter all den Angeboten der verschiedenen Gesellschaften genau das passende Produkt herauszufinden, das uns im Alter den gewohnten Lebensstandard sichert. Inzwischen unterscheidet man auch zwischen reiner privater Altersvorsorge und gesetzlich geförderter Altersvorsorge.

Bestes Beispiel für die gesetzlich geförderte Altersvorsorge ist wohl die Riester-Rente. Geringe monatliche Sparbeträge und Zulagen von Seiten des Staates pro Sparer und pro Kind des Sparers machen dieses Angebot sehr interessant. Doch auch hier gibt es große Unterschiede in der Anlageform. So sind für ältere Sparer die Riester-Banksparpläne sehr interessant, weil sie so gut wie keine Nebenkosten verursachen und sehr sicher und flexibel sind. Für jüngere Leute hingegen sind Riester-Fondssparpläne besser geeignet. Und dann gibt es noch die Riester-Rentenversicherungen. Diese sind äußerst statische Versicherungen, bei denen jede noch so kleine Änderung des Vertrages mit enormen Kosten und Einbußen verbunden ist. Klarer Gewinner ist hier nur, wer die vereinbarten Monatsbeiträge in voller Höhe bis zum Ende der Laufzeit zahlen kann.

Natürlich gibt es auch diverse Anbieter für Sparmodelle zur privaten Altersvorsorge. Da gibt es z. B. private Rentenversicherungen, fondsgebundene Rentenversicherungen, klassische Kapitallebensversicherungen, fondsgebundene Kapitallebensversicherungen, Sparpläne, Aktienfonds, Rentenfonds und Anlage in Immobilien. Jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile. Altersabhängig und auch je nach Temperament des Sparers muss das passende Modell gewählt werden. Fachmännische Unterstützung kann bei der Auswahl von Vorteil sein.

Wichtig ist einzig und allein, dass sich jeder möglichst frühzeitig Gedanken um die finanzielle Absicherung im Alter macht. Es gilt auch hier: Je früher desto besser und effektiver.