Versicherungsvertragsgesetz soll für gleichberechtigung sorgen

Die Szenarien sind praktisch immer dieselben. Ein Schadenfall tritt ein und der Versicherungsnehmer hofft und bangt um die Übernahme der entstandenen Schäden. Dass das nicht immer selbstverständlich ist, mussten viele Leidtragende bereits am eigenen Leib erfahren. Die Umgestaltung des Versicherungsvertragsgesetz soll jetzt für mehr gleichberechtigungen zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer sorgen.



Artikel der Rubrik: 'Versicherungen'


Aufatmen für Versicherungsnehmer

Mittwoch, Januar 2nd, 2008

Oft ist es doch so, dass Versicherungsnehmer im Allgemeinen nur als Kunden betrachtet wurden. Die Versicherungsgesellschaft ist höher gestellt und der Kunde darf auf die Gnade dieser hoffen. Grundlage des Tun und Handelns ist noch immer das Versicherungsvertragsgesetz, welches 1908 ins Leben gerufen wurde.

Was lange währt wird ewig halten – dieses Motto kann das bisherige Versicherungsvertragsgesetz leider nicht mehr einhalten. Im Zuge der Modernisierung des gesamten Versicherungssystems und mit Zutun der Europäischen Union wird das Versicherungsvertragsgesetz nun komplett umgearbeitet. Unnötige Passagen werden gestrichen bzw. dem Zeitgeist angepasst und der Versicherungsnehmer bekommt eine völlig neue Rolle zugeschrieben. Die bisherige Verteilung von Pflichten und Rechten innerhalb eines Versicherungsvertrages wird in Zukunft ad acta gelegt. Vielmehr soll nun darauf geachtet werden, dass eine gleichberechtigte Rollenverteilung bei Versicherungsnehmer und Versicherungsgesellschaft vorliegt.

Was das neue Gesetz wohl bringen mag? Fest steht, dass das neue Versicherungsvertragsgesetz ab 2008 greifen wird, womöglich bereits ab Januar des neuen Jahres. In Folge dessen wird beispielsweise auch die Schadensregulierung aufgelockert. Was früher an verstaubten Gesetzestexten scheiterte, hat nun mehr große Chancen auch tatsächlich als Versicherungsfall anerkannt und abgewickelt zu werden.
Hinzu kommt, dass sich auch die Versicherungsprämien um ein Vielfaches auflockern werden. Neue Rabattsysteme, Einstiegsprämien und weitere Vergünstigungen warten auf den Versicherungsnehmer.


Vorteile der Lebensversicherung

Dienstag, Dezember 18th, 2007

Jahrelang galt eine Lebensversicherung als eine solide Absicherung fürs Alter. Ob für Singles oder Familien, für jeden Versicherungsnehmer kann das richtige Paket geschnürt werden.
Familien nutzen Lebensversicherungen vor allem für die Absicherung der Hinterbliebenen im Todesfall, während Singles mit einer Risikolebensversicherung vor allem Kredite und andere Finanzierungen absicherten.

In den letzten Jahren unterlag der Zweig der Lebensversicherungen jedoch einem Tief. Zwar konnten die Versicherungsnehmer noch immer von Ihren einbezahlten Beiträgen profitieren, die Überschussbeteiligung, also die Verzinsung der Sparbeiträge, blieb jedoch auf einem niedrigen Niveau.

Für das Jahr 2008 ist allerdings eine Kehrtwende angesagt. Glaubt man den Prognosen und Experten soll die Überschussbeteiligung der Versicherungsgesellschaften erstmalig wieder steigen. Für den Versicherungsnehmer bedeutet dies ein dickes Plus hinsichtlich der zu erwartenden Rendite.
Durchschnittlich wird der Zinssatz um 0,5 Punkte steigen, wobei dies noch immer keine feste Zusage auf eine Überschussbeteiligung ist. Ferner ist davon auszugehen, dass die Zinssätze von Versicherer zur Versicherer immens schwanken werden.

Als Spitzenreiter wird die Allianzgruppe favorisiert, die mit 5 % eine sehr gute Überschussbeteiligung erringen wird und diese hoffentlich auch in diesem Maße an seine Versicherungsnehmer weiter geben wird. Den zweiten Platz nimmt die Stuttgarter mit 4,8 % ein, dicht gefolgt von der LVM mit 4,75%. Als Schlusslicht gilt die Alte Leipziger mit immerhin 4,0 %.


Hausratversicherung – Vorsicht Versicherungssumme

Mittwoch, Dezember 12th, 2007

Egal wie groß oder klein der eigene Hausrat ist, die Frage nach der Versicherungssumme treibt den Versicherungsnehmern immer wieder die Denkfalten auf die Stirn.

Meist wird der Sachwert des eigenen Hausrates völlig verkannt. Nicht selten winken Versicherungsnehmer ab und denken sich, ach das Bisschen muss man nicht versichern. Was es dabei allerdings nicht zu vergessen gilt ist, dass der Wert des Hausrates bereits durch die Neuanschaffung eines Fernsehers, einer Sitzgarnitur oder sogar durch Besteck immens ansteigen kann. Im Zuge dessen kommt es leicht zu einer Über- oder auch Unterversicherung, was im Schadenfall immer zu Lasten des Versicherungsnehmers fällt. Im Falle einer Unterversicherung ist der Wert des Hausrates nicht abgedeckt und der Versicherungsnehmer hat bei der Auszahlung der Prämie das Nachsehen, während bei einer Überversicherung zu viel Versicherungsbeiträge eingezahlt werden.

Sinnvoll ist es daher, die Versicherungssumme nach einer einfachen Faustregel zu berechnen. Hier wird die Wohnfläche mit einem Faktor von rund 650 Euro multipliziert. Versteifen Sie sich allerdings nicht allzu sehr auf das Ergebnis, denn es dient vielmehr als Richtwert und muss sicherlich von Haushalt zu Haushalt individuell bestimmt werden. Nicht selten häuft sich auch ein kleines Vermögen auf engstem Raum an, so dass hier unter Umständen die Gefahr einer Unterversicherung besteht.

Wichtig ist immer, die Einschätzung realistisch vorzunehmen. Bei der Hausratversicherung durch das Verschweigen von Wertgegenständen Geld zu sparen, mag auf dem ersten Blick reizvoll sein, allerdings kommt das böse Erwachen, wenn tatsächlich ein Schadenfall eintritt.


Krankenversicherungsbeiträge werden steigen

Dienstag, Dezember 11th, 2007

Auch wenn die Beitragssätze der Krankenversicherungen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind und Versicherte zusätzlich mit Kosten in Form von Praxisgebühren und höheren Kostenbeteiligungen an Arzneimitteln stark in die finanzielle Pflicht genommen werden, ist das Ende der Gesundheitskostenspirale noch längst nicht erreicht.

Gesetzlich Krankenversicherte müssen auch im Jahr 2008 mit weiteren deutlichen Beitragserhöhungen für ihre gesetzliche Krankenversicherung rechnen. Obwohl die Krankenkassenbeiträge bei derzeit ca. 14.8 Prozent des Bruttolohns angesetzt sind, und hiermit schon rekordartige Beiträge gezahlt werden, planen die Versicherungen im nächsten Jahr weitere Erhöhungen.
Entwarnung bezüglich der geplanten Beiträge kann auch die Vorstandschefin des neuen Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, Doris Pfeifer, nicht geben. Die Stabilisierung der Beiträge für einen längeren Zeitraum sei noch längst nicht in Sicht.

Begründet werden die geplanten weiteren Steigungen der Beitragssätze in der GKV mit höheren Kosten. Sowohl Arzneimittel als auch Arzthonorare haben laut den gesetzlichen Versicherungen deutlich angezogen. Auch der Gesundheitsfonds mache sich ab 1. Januar 2009 deutlich in den Kassen der Krankenversicherer bemerkbar. Konnten die gesetzlichen Versicherungen bisher noch Finanzpolster zum Abfangen von Kostensteigerungen anlegen, um verschiedene Preiserhöhungen ohne nennenswerte Beitragserhöhungen abzufangen, so müssen die neuerlichen Preissteigerungen mit weiteren Erhöhungen der Beitragssätze einhergehen.

Der neue Beitragssatz wird nun einheitlich für alle Kassen von Bundesgesundheitsministerium festgelegt. Somit kann der Vorstandschef der Techniker Krankenkasse (TK) schon heute Gerüchte bestätigen, die von Beitragserhöhungen ab 2009 sprechen. Gesundheit werde somit für alle ab diesem Zeitpunkt teurer. Dieses Kostenumlage ergebe sich zwangsläufig, wen der Beitrag kostendeckend sein soll. Die Beitragssätze sind aber noch längst nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Zwar müsse der Beitrag ab 2009 dann für einige Jahre in dieser Höhe gehalten werden. Dies sei einfach wichtig, um dem Wählerunmut Rechnung zu tragen. Der Gesundheitsfonds führt übrigens in erster Linie zu den geplanten Erhöhungen ab 1. Januar 2009. Insgesamt könnten sich damit Beitragssätze in Höhe von 15,5 Prozent eher realistisch als abwegig einpendeln.

Vielleicht nur ein kleiner Trost für alle die nicht in eine PKV wechseln können, aber auch die private Krankenversicherung wird 2009 auf Grund des allgemeinen Gleichstellungsgesetzes und der Einführung eines Basistarifes teurer werden.