Krankenversicherung für die Reise

Auch in der Urlaubszeit - der schönsten Zeit des Jahres - ist man vor Krankheiten nicht immer gefeit. Schon eine Verletzung oder einer akute Virusinfektion kann so schlimm werden, dass im Ausland ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss.



Artikel der Rubrik: 'Krankenversicherungen'


Reisekrankenversicherungen

Dienstag, Januar 15th, 2008

Für diesen Fall ist es gut, wenn man mit einer Reisekrankenversicherung vorgesorgt hat. Denn die Behandlungskosten im Ausland sind oft nicht durch in Deutschland ansässige gesetzliche Krankenversicherungen abgedeckt und müssen meist direkt beim ausländischen Arzt in bar bezahlt werden.

Reisekrankenversicherungen sind meist sehr preisgünstig und unproblematisch abzuschließen, bei Pauschalreisen werden sie oft direkt über den Reiseveranstalter vermittelt. Es gibt aber auch viele Angebote im Internet, hier können Reisekrankenversicherungen meist direkt online abgeschlossen werden.

Üblicherweise wird keine Gesundheitsprüfung durchgeführt, Vorerkrankungen müssen jedoch angegeben werden. Ein ausdrücklicher Ausschluss besteht allerdings bei allen Versicherern für bereits im Vorfeld geplante Behandlungen im Ausland – zum Beispiel Schönheits-OPs – oder wenn schon vor Reisebeginn feststeht, dass eine regelmäßige ärztliche Behandlung während der Urlaubsreise ansteht.

Die meisten Reisekrankenversicherungen decken nur reine Urlaubsreisen ab. Ist der Aufenthalt im Ausland beruflich bedingt sollten beim Versicherer die Bedingungen genau unter die Lupe genommen werden, denn oft sind Geschäftsreisen ausgeschlossen. Reisekrankenversicherungen werden in zwei Varianten angeboten: als Jahres- oder als Tagespolice. Eine Jahrespolice ist empfehlenswert, wenn mehrfach pro Jahr eine Urlaubsreise ins Ausland ansteht, diese jedoch einen Zeitraum von 6 Wochen nicht übersteigt. Bei längeren Auslandsaufenthalten ist eine Tagespolice sinnvoller.


Chronische Erkrankungen in der GKV

Freitag, Januar 11th, 2008

Im Zuge der Gesundheitsreform können ab Mitte 2008 unter Umständen für einige chronisch Erkrankte noch weitere finanzielle Belastungen dazukommen.
Ab Mitte 2008 gelten für alle gesetzlich Versicherten neue Regelungen in Bezug auf Vorsorgeuntersuchungen. Wer diese nicht nachweisen kann zahlt im Fall einer chronischen Erkrankung zwei Prozent seines Einkommens an Zuzahlung.

Bisher gilt die Regelung: wer bereits vorher chronisch erkrankt war, zahlt nur ein Prozent seines Jahreshaushaltseinkommens.

Dieses kann sich jedoch ab Mitte 2008 ändern, denn dann werden auch bereits chronisch eingestuften Patienten von den gesetzlichen Krankenkassen erneut auf den Prüfstand gestellt. Den ermäßigten Satz von einem Prozent Zuzahlung erhält dann nur noch derjenige, der sich absolut therapiegerecht verhält und spezielle Auflagen seiner Krankenkasse erfüllt. Zum Beispiel an einem kasseneigenen Chronikerprogramm teilnimmt. Und zusätzlich weitere Kriterien erfüllt: entweder mindestens Pflegestufe 2 in der Pflegeversicherung, ein festgestellter Grad der Behinderung von mindestens 60 Prozent oder ein Attest des Arztes, dass eine spezielle medizinische Versorgung notwendig ist, um eine lebensbedrohliche Verschlechterung der chronischen Krankheit zu verhindern


Versicherungspflicht für Krankenkassen

Donnerstag, Januar 10th, 2008

Viele Existenzgründer oder Erwerbslose ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld II konnten sich die Versicherungsbeiträge für eine Krankenkasse einfach nicht leisten. Tragisch im Ernstfall, vor allem bei Unfällen oder schweren Krankheiten, die einer stationären Behandlung im Krankenhaus bedürfen.

Das dachte sich auch der Gesetzgeber, und der reagierte mit einer allgemeinen Versicherungspflicht.

Schon seit April 2007 gilt die Versicherungspflicht für alle Krankenkassen und alle Versicherten, die aufgrund ihres Einkommens dem System einer gesetzlichen Krankenkasse zuzuordnen sind. Das bedeutet: Krankenkassen müssen nun jeden Antragsteller aufnehmen, akute oder chronische Leiden sowie Vorerkrankungen sind keine Grund für Ablehnung der Versicherung mehr. Für gesetzliche Krankenkassen kein Novum, aber ehemalige Privat-Versicherte können nun auch zu ihrer privaten Krankenvollversicherung zurückkehren, selbst wenn sie mittlerweile chronisch erkrankt sind.

Die Versicherungspflicht bedeutet jedoch auch, dass sich alle Personen versichern müssen. Und die Versicherungsbeiträge bei längerer Nicht-Versicherung rückwirkend zum April 2007 nachzahlen müssen. Sollte hierfür nicht genügend Geld vorhanden sein, kann beim Sozialamt ein zweckgebundener Zuschuss beantragt werden, auch wenn ansonsten kein Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt besteht.


Krankenversicherungsbeiträge werden steigen

Dienstag, Dezember 11th, 2007

Auch wenn die Beitragssätze der Krankenversicherungen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind und Versicherte zusätzlich mit Kosten in Form von Praxisgebühren und höheren Kostenbeteiligungen an Arzneimitteln stark in die finanzielle Pflicht genommen werden, ist das Ende der Gesundheitskostenspirale noch längst nicht erreicht.

Gesetzlich Krankenversicherte müssen auch im Jahr 2008 mit weiteren deutlichen Beitragserhöhungen für ihre gesetzliche Krankenversicherung rechnen. Obwohl die Krankenkassenbeiträge bei derzeit ca. 14.8 Prozent des Bruttolohns angesetzt sind, und hiermit schon rekordartige Beiträge gezahlt werden, planen die Versicherungen im nächsten Jahr weitere Erhöhungen.
Entwarnung bezüglich der geplanten Beiträge kann auch die Vorstandschefin des neuen Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, Doris Pfeifer, nicht geben. Die Stabilisierung der Beiträge für einen längeren Zeitraum sei noch längst nicht in Sicht.

Begründet werden die geplanten weiteren Steigungen der Beitragssätze in der GKV mit höheren Kosten. Sowohl Arzneimittel als auch Arzthonorare haben laut den gesetzlichen Versicherungen deutlich angezogen. Auch der Gesundheitsfonds mache sich ab 1. Januar 2009 deutlich in den Kassen der Krankenversicherer bemerkbar. Konnten die gesetzlichen Versicherungen bisher noch Finanzpolster zum Abfangen von Kostensteigerungen anlegen, um verschiedene Preiserhöhungen ohne nennenswerte Beitragserhöhungen abzufangen, so müssen die neuerlichen Preissteigerungen mit weiteren Erhöhungen der Beitragssätze einhergehen.

Der neue Beitragssatz wird nun einheitlich für alle Kassen von Bundesgesundheitsministerium festgelegt. Somit kann der Vorstandschef der Techniker Krankenkasse (TK) schon heute Gerüchte bestätigen, die von Beitragserhöhungen ab 2009 sprechen. Gesundheit werde somit für alle ab diesem Zeitpunkt teurer. Dieses Kostenumlage ergebe sich zwangsläufig, wen der Beitrag kostendeckend sein soll. Die Beitragssätze sind aber noch längst nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Zwar müsse der Beitrag ab 2009 dann für einige Jahre in dieser Höhe gehalten werden. Dies sei einfach wichtig, um dem Wählerunmut Rechnung zu tragen. Der Gesundheitsfonds führt übrigens in erster Linie zu den geplanten Erhöhungen ab 1. Januar 2009. Insgesamt könnten sich damit Beitragssätze in Höhe von 15,5 Prozent eher realistisch als abwegig einpendeln.

Vielleicht nur ein kleiner Trost für alle die nicht in eine PKV wechseln können, aber auch die private Krankenversicherung wird 2009 auf Grund des allgemeinen Gleichstellungsgesetzes und der Einführung eines Basistarifes teurer werden.