Artikel der Rubrik: 'Kapitalanlagen'


Geldanlage 2006

Donnerstag, Dezember 22nd, 2005

Nach dem Jahr ist vor dem Jahr, so könnte es in Anlehung an ein Zitat aus dem Fussball heißen.
Für 2005 erwarteten die Analysten eine Seitwärtsbewegung mit wenigen Höhepunkten, selten haben soviele Analysten so falsch gelegen, selten hatten soviele Menschen an dieser Fehleinschätzung Freude.

Tatsache ist:
Nahezu alle Märkte weltweit konnten deutliche Gewinnzuwächse verzeichnen, auch der Deutsche Markt, repräsentiert zu durch den DAX.
Was wird aber 2006 – ebenso gut wie 2005?

Viele vermuten, dass die Fussball WM und eine weltweite Konjukturaufhellung auch Deutschland zu neuem Schwung verhelfen werden. Wer sich nicht so recht für eine Aktien entscheiden mag, kann durch das Investment in Fonds mit dem Schwerpunkt Deutschland wie z.B. dem ADIG Fondak oder auch dem UBAM German Equity A Fonds an deutschem Wachstum teilhaben.

Anleger, die Ende eher ein Ende der weltweiten Wachstumsgeschichte vermuten können auf die Fonds der Stockpicker ausweichen – hier suchen Fondsmanager weltweit nach interessanten und unterbewerteten Anlagegelegenheiten.

Welches die bessere Einschätzung ist werden Sie hier nachlesen können, so etwa in 12 Monaten.


Die Tonnagesteuer bei Schiffsbeteiligungen bleibt

Mittwoch, Dezember 21st, 2005

Die neue Regierung und Kanzlerin Angela Merkel hat im Eiltempo Änderungen der Kapitalbesteuerung durchgesetzt und weitere in Aussicht gestellt.

So sollen ab 2007 weitere Einschnitte bei Sparerfreibetrag erfolgen und Veräußerungsgewinnen auf Immobilien, bzw. Wertpapiere einer pauschalen Gewinn-Versteuerung von 20% unterliegen.
Dass es sich hier um tatsächliche Pläne und nicht nur um lose Überlegungen handelt, daran zweifeln die Wenigsten, nach der kurzfristig angekündigten und zeitnah umgesetzten Änderungen in Sachen Verlustzuweisung scheint sich die Regierung angekündigte Ziele auch umzusetzen.

Eine für Kapitalanleger nicht ganz unwesentliche Besteuerung bleibt von den Veränderungen jedoch scheinbar ausgenommen.


Schiffsbeteiligungen und Leistungsbilanzen

Die Tonnagesteuer bleibt unangetastet und ermöglicht es Kapitalanlegern weiterhin Einkünfte aus Schiffsbeteiligungen nahezu steuerfrei zu vereinnahmen.


Immobilienfonds in der Diskussion

Samstag, Dezember 17th, 2005

Vor gar nicht all zu langer Zeit waren es DEKA Kunden, die aus der Presse erfahren durften, dass es da eine leichte “Schräglage” eines Immobilienfonds geben könnte. Ursache, so war zu lesen, ist weniger die schlechte Wertentwicklung, als vielmehr der zunehmende Kapitalanfluss.´

Gewerbeimmobilien können eben nicht nach Belieben an- oder verkauft werden, die Auszahlungswünsche der Kunden konnten nur durch zusätzliches Kapital der Verbundkreditinstitute, den Sparkassen, befriedigt werden. Was wie ein Problem der Sparkassen aussah, wird nun auch zu einem Problem der Deutschen Bank. Überraschend für viele Anleger wie auch Branchenkenner wurde am 14.12. der Grundbesitz-Invest Immobilienfonds geschlossen, d.h. weitere Auszahlungen werden an Anleger vorerst nicht vorgenommen mangels flüssiger Liquidität.

Wie passiert sowas?
Die Anlagegelder eines Immobilienfonds sind zu großen Teilen in Immobilien investiert, daraus bezieht der Fonds einen Steuervorteil und seinen Wertzuwachs, sprich seine Rendite.
Ziehen zuviele Anleger Gelder aus dem Fonds, weil sie sich in anderen Anlagemöglichkeiten eine höhere Rendite versprechen, kann es zu einem Auszahlungsengpass wie in diesem Falle kommen. Wie sich diese Situation lösen lassen kann, bleibt abzuwarten, ob es zu einer ähnlichen “Nachschuss”-Regelung wie bei DEKA Fonds kommen wird, oder ob die Deutsche Bank eine andere Lösung findet, ist zurzeit noch offen.
Einen großen Vorteil haben die Anleger des Fonds jedoch gegenüber anderen Investionen, der Gegenwert Ihrer Einlage ist in Immobilienwerten vorhanden, auch wenn dieser Gegenwert momentan nicht kapitalisiert werden kann.


Hedge-Fonds - überbewertete Kapitalanlage?

Dienstag, Dezember 13th, 2005

Hedge-Fonds, oder genauer gesagt Dach-Hedgefonds, denn darum handelt es sich bei den in Deutschland seit 2004 zugelassenen Fonds hatten einen denkbar schlechten Start in die Wahrnehmung der deutschen Öffentlichkeit.

Wenige Anlagemöglichkeiten konnten zu Beginn so wenig überzeugen – warum?

Nun, der Grund liegt eher weniger bei den Hedge-Fonds, sie sollen eine jährliche Rendite von 10% bis 14% erwirtschaften, in guten, wie in schlechten Börsenzeiten. Dass dies gelingt haben einige Anbieter wie z.B. Estlander und Rönnlund nachhaltig bewiesen, was war also in den letzten 24 Monaten anders?
Die Märkte zeigten sich fester, oder deutlicher gesagt, selbst der DAX konnte deutlich mehr als 30% im gleichen Zeitraum zulegen, angesichts solcher Perspektiven konnten Hedge-Fonds schlicht nicht mithalten.

Die Zeiten des Wachstums an den Börsen werden nicht unendlich sein – ein kurzer Blick auf mögliche Anlagen kann daher auch heute nicht schaden. Gucken kostet ja nix.