Artikel der Rubrik: 'Kapitalanlagen'


KanAm Grundinvest Immobilienfonds veräußert Bestandsvermögen

Freitag, März 17th, 2006

Die Zeiten für Immobilienfonds waren auch schon besser.

Nicht, dass das Geschäftsmodell in Frage stehen würden, aber der Ruf der als sicheren und beständigen Geldanlage geltenden Immobilienfonds ist zurzeit stark angekratzt.
Durch vermehrte Mittelabflüsse mussten verschiedentlich Immobilienfonds geschlossen und wie im Falle des Deutschen Bank Immobilenfonds Grundbesitz-Invest sogar neu bewertet werden.

Eigentlich hatte KanAm mit solchen Entwicklungen wenig Probleme, eine eher kritische Einschätzung der Rating Agentur Scope brachte aber auch hier den Kapitalabzug in Schwung. KanAm hatte an dieser Stelle ebenfalls den Fonds geschlossen und ist nun im Rahmen einer geplanten Liquiditätsaufstockung in die Offensive gegangen.
Im Rahmen eines Bieterverfahrens wurde ein Portfolio aus fünf Immobilien in der französischen Hauptstadt Paris für insgesamt 1,11 Mrd. Euro an den von Morgan Stanley Real Estate Funds V International gemanagte Fonds Mines de la Lucette veräußert.

Gegenüber dem Erwerbspreis konnte ein Mehrerlös von rund 180 Mio. EUR erzielt werden.


Hoffnung für geprellten Käufer von Immobiliengeschäfte

Sonntag, Februar 26th, 2006

Leichter haben es ab sofort Anleger, denen ein Vermittler zu Hause ein Immobiliengeschäft auf Kredit aufgeschwatzt hat. Praktisch dürfen diese Anleger den Kreditvertrag in jedem Fall widerrufen.

Weder kommt es darauf an, ob die Bank von der Haustürsituation wusste, noch ist der zeitlich enge Zusammenhang zwischen dem Hausbesuch und dem Abschluss des Kreditvertrages relevant.
Der Vertrag kann sogar widerrufen werden, wenn er nach dem Kauf von einem Notar unterzeichnet und somit abgeschlossen wird.
(s. Bundesgerichtshof, AZ. II ZR 327/04)

Sollte der Vermittler den Käufer nicht über das Widerrufsrecht aufgeklärt haben, so kann der Käufer sogar nach Jahren den Vertrag widerrufen.
Das Gericht sprach das Urteil im Falle eines Anlegers, der auf Kredit Anleihe an einem geschlossenen Immobilienfonds gekauft hatte.
Der Widerruf des geschlossenen Kreditvertrages umfasst nach dem neuen Urteil des Bundesgerichtshofes auch den Kauf der Fondsanteile.
Dieses neue Urteil ändert dadurch die bisherige BGH-Rechtssprechung.


DWS legt Fonds mit Zukunftskonzept auf

Mittwoch, Februar 22nd, 2006

Die führende Deutsche Fondsgesellschaft, DWS, nimmt nach den BRIC(Brasilien, Russland, Indien, China) Staaten nun die Zukunft im Namen der Anleger ins Visier. Nicht, dass diese nicht auch in diesen Staaten stattfinden würde, aber es gibt neue, innovative Felder, die sich für die Geldanlage der Anleger erschliessen lassen.

Besondere Wachstumschancen sieht die DWS in Unternehmen, die in Branchen tätig sind, welche sich in der Zukunft mit Lösungen der anzunehmenden Ressourcen Knappheit auseinandersetzen. Folgerichtig, wird der neue Fonds DWS Zukunftsressourcen (ISIN DE0005152466) heissen und auf Investments in den Sektoren Wasser, erneuerbare Energien und Agrochemie investieren, die eine überdurchschnittliche Wirtschaftsdynamik aufweisen.


Ölpreis von 262 US -Dollar je Barrel?

Samstag, Februar 11th, 2006

Die Deutschen sehen allgemein die Lage immer ein wenig negativer als sie tatsächlich ist.
Die Tatsache ist hinlänglich bekannt, akzeptiert und sogar wissenschaftlich nachgewiesen. Wir neigen eben nicht zu einem landesweiten Optimismus.
Das sich gerade Hedge-Fonds Manager in einer öffentlichen Darstellung von Krisenszenarien üben ist dagegen neu. Sollten doch gerade deren Kunden in guten wie schlechten Börsenzeiten Gewinne erwarten dürfen. Wie die Perspektive des in Moskau ansässigen Hedge-Fonds Managers Bill Browder, CEO des Hedgefonds Hermitage Capital Management, aussieht?

Der Ölpreis, aktuell bei rund 65 US Dollar je Barrel notiert, wird so Browder, bei verschiedenen Ereignissen unterschiedlich hoch ansteigen. Ein Zusammenbruch des saudischen Königshauses und ein Wegfall der saudischen Öllieferungen könnte einen Anstieg auf 262 US Dollar bewirken, ein Ölembargo des Iran bewirkt eine kalkulatorische Steigerung auf 131 US Dollar, ein Embargo aus Venezuela den Anstieg auf 111 US Dollar und vergleichsweise geringe Steigerungen würde ein Bürgerkrieg in Nigeria auslösen, das Kursziel hier: 98 US Dollar.

Wer fragt angesichts solcher Szenarien noch warum Aktien von Solarworld & Co gut laufen?