Artikel der Rubrik: 'Kapitalanlagen'
Montag, Februar 5th, 2007
Teil 1:
Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen haben mehr als 23 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland. Sie müssen nur einen Sparvertrag abschließen, dann zahlt der Chef.
Es ist keine gute Idee jeden Monat auf ein paar Euro vom Chef zu verzichten, passiert jedoch leicht. Längst nicht alle fest angestellten Mitarbeiter, die vermögenswirksame Leistungen (VL) vom Arbeitgeber bekommen können, nutzen sie.
Der Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung regelt, ob eine Firma ihren Arbeitnehmern monatlich VL zahlt. Es gibt je nach Branche zwischen 6,45 Euro und 40 Euro im Monat.
Wenn ihre Firma sie nicht darauf hingewiesen hätte, hätte auch Petra F. die Chance verpasst.
Sie erführ so aber gleich zu Beginn ihrer Ausbildung, dass allen fest angestellten Mitarbeitern 18 Euro im Monat VL spendiert werden. Die 21-Jährige wusste überhaupt nicht, dass es so etwas gibt. Erst im September des vergangenen Jahres hat sie eine Ausbildung zur Groß- und Einzelhandelskauffrau begonnen und studiert zusätzlich Betriebswirtschaft.
Sparvertrag in der Firma vorlegen
Der Mitarbeiter muss, um die VL vom Chef zu kassieren, einen speziellen VL-Sparplan abschließen und eine Durchschrift davon seinem Arbeitgeber vorlegen. Die monatliche Sparrate überweist der Chef dann direkt in den Sparvertrag.
Der Arbeitnehmer darf erst nach einer sechsjährigen Sparphase und einer höchstens einjährigen Sperrfrist über sein Kapital verfügen. Zusätzlich erhält noch Geld vom Staat, wer in diesen sieben Jahren die Einkommensgrenzen nicht überschritten hat.
Nicht an die siebenjährige Laufzeit gebunden sind Sparer, die keine staatlichen Zuschüsse erhalten. Viele Verträge sind aber so gestrickt, dass auch für sie kein vorzeitiger Ausstieg möglich ist.
Viele Geldanlagen zur Auswahl
Von Banksparplänen über Investmentfonds bis hin zur betrieblichen Altersvorsorge können Anleger zwischen zahlreichen Anlageformen wählen. Laut Gesetz sind sogar VL-Sparpläne für Genossenschaftsanteile oder Genussscheine zulässig.
Ihre VL zahlt Petra F. in einen Bausparvertrag ein und liegt damit im Trend. Neben den Aktienfonds ist er die beliebteste Sparform, da es für diese beiden Anlageprodukte eine staatliche Förderung gibt.
Für Petra F. war es wichtig, dass es eine sichere Anlage ist und dass sie weiß, was am Ende rauskommt.
Für sicherheitsorientierte Anleger wie sie käme auch ein Banksparplan infrage. Jedoch hätte er den Nachteil, dass sein Basiszins variabel ist und die Anleger nicht genau wissen, wie hoch ihr Auszahlungsbetrag sein wird. Für Banksparpläne gibt es außerdem keine staatliche Förderung.
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Mittwoch, Juli 26th, 2006
Steuersparmodelle sind tot. Lang leben Steuersparmodelle. Ein wahrhaft entrücktes Lächeln ziert momentan die Gesichter der Anbieter von geschlossenen Fonds. Nicht, dass diese Anlageklasse ohnehin schon ganz gut gefragt wäre – jetzt kommt noch eine Lücke im Steuersystem hinzu, die an die Vergangenheit erinnern kann.
Bis letztes Jahr waren es vor allem Medienfonds, die weniger auf Rendite der Anlage konzipiert waren (wie auch bei einem Fonds der z.B. Spielfilme oder Computerspiele finanziert) sondern teilweise mehr den Vorteil eines Verlustvortrags mit sich brachten. Dieser wurde vor allem von “Besserverdienenden” geschätzt, die dadurch einen kleinen bis größeren Vorteil bei der eigenen Steuerlast geltend machen konnten. Seit November 2005 ist das nun vorbei und sollte auch nicht mehr wieder zurückkommen. So zumindest der feste Wille des Bundesfinanzministeriums.
Eine nicht ganz richtige Annahme, wie man aktuell wieder lesen kann. Schlaue Köpfe sitzen eben auf beiden Seiten – die aktuellen Angebote sind so spektakulär wie in früheren Jahren, 250% Verlustvortrag für das aktuelle Jahr bei vergleichsweise deutlich geringerem Risiko, wie aus verschiedenen Kreisen zu hören ist. Dennoch bleibt es spannend, die Töne aus dem Finanzministerium sind eindeutig “so geht’s nicht” lautet der Ruf und an passenden Gesetzesänderungen wird intensiv gearbeitet.
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Anteilsinhaber von Aktien hatte es in den letzten Tagen nicht leicht. Mal ging es 100 Punkte rauf, mal 150 Punkte runter. Was manchmal schon für einen ganzen Monat an Bewegung gereicht hat, geriet in den letzten Tagen zur Tagesentwicklung. Alleine rund 600 Punkte, also knapp 10% verlor der DAX binnen nur einer Woche. Während sich Aktienbesitzer das Bild kaum noch anschauen mochten konnten viele Inhaber von Hedge-Fonds oder auch Hedge-Fonds Zertifikaten ein leichtes Lächeln kaum verkneifen. Sie investieren unabhängig von den Märkten und mussten während der letzten Monate viel Spott ertragen über ihre “lahmen Enten” – Volatilitätsschwankungen der starken Art wie man sie in den letzten Tagen/Wochen sehen konnte sind meist sowas wie der Performance Treibsatz für Hedge-Fonds. Auch wenn viele Hedge-Fonds Kurse nur auf Monatsbasis festgestellt werden, es ist davon auszugehen, dass Hedge-Fonds alle anderen Anlageklassen im Monat Mai deutlich outperformed haben.
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Geldanlage ist wieder “in”.
Nach Rentenschreck und Riester Sorge wird jetzt wieder Geld angelegt. Auch wenn im ersten Quartal traditionsgemäß Rentenfonds und Geldmarktfonds nahezu uneinholbar in Führung liegen – nach Neumittelzufluss wohlgemerkt – konnten Aktienfonds doch das beste Neukapital Quartal seit 5 Jahren melden.
Kapitalabflüsse melden nur nur offene Immobilienfonds, denen im ersten Quartal rund 7,5 Mrd. Euro entnommen wurden. Hier hat sich Lage allerdings zusehends beruhigt, nach spektakulären Fondsschliessungen und überraschend starken Wiedereröffnungen kehrt das Vertrauen langsam aber sicher wieder zurück.
Angesichts einer starken Performance nahezu aller Weltbörsen ist mit einem baldigen zurückfliessen dieses Kapitals eher nicht zu rechnen.
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