Fragen zu gefahrerhöhenden Umständen

In Bezug auf die Nennung von gefahrerhöhenden Umständen bei Vertragsabschluß hat der Gesetzgeber mit dem neuen Versicherungsvertragsgesetzt ganz klar dem Versicherer eine Hol-Schuld zugewiesen.
Allgemeine Fragen diesbezüglich reichen nicht mehr aus, wenn ein neuer Vertrag abgeschlossen wird. Jedenfalls nicht mehr, um im Schadensfall dem Versicherungsnehmer den Vorwurf des arglistigen Verschweigens zu machen und daraufhin die Regulierung des Schadens zu verweigern.

Hier hat der Gesetzgeber nach der Flut von Klagen und Beschwerden von Seiten der bisher betroffenen Versicherungsnehmer mittlerweile erkannt – und nun auch geregelt -, dass der Versicherungskunde generell als Laie einzuschätzen ist und damit üblicherweise nicht wissen kann, was Versicherer mit dieser allgemeinen Formulierung meinen. Versicherungen müssen nun also generell die genauen Gefahrensumstände individuell erfragen und können dann je nach den Umständen die Absicherung verweigern. Tun sie dieses nicht und wird das Vertragsverhältnis ohne weitere Nachfragen policiert, dann können sie im Schadensfall die Regulierung auch nicht mehr verweigern.


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