Neue Bewertungsmaßstäbe beim vererben einer Immobilie

Die zurzeit gültige Berechnungsmethode der Erbschaftssteuer für Immobilien und Grundstücke ist verfassungswidrig. So hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, denn die Erbschaftssteuer für Aktien und Bankkonten wird nach anderen Methoden berechnet.





Immobilien vererben

Damit ist der Gesetzgeber aufgefordert, die Bewertungsmaßstäbe bis spätestens Ende 2008 verfassungskonform zu ändern.
Als Bewertungsgrundlage gilt dann zwar auch weiterhin der Verkehrwert, aber die Erbschaftssteuer für Immobilien wird ab 2009 wohl ansteigen.

Bis zur Änderung des Erbschaftsgesetzes unterscheidet das Finanzamt noch bei der steuerlichen Bewertung des Erbes: Kapitalvermögen wird nach dem Nennwert bzw. aktuellen Kurswert veranschlagt, hier ist der Wert relativ einfach festzustellen. Immobilien und Grundstücke hingegen werden momentan noch mit nur 50 bis 60 Prozent des Verkehrswertes bewertet, und das ist für die Erben bisher entscheiden günstiger gewesen. Ab 2009 werden Erben hier wohl tiefer in die Tasche greifen müssen, wobei die Regierung schon vor ab ankündigte, dass auch nach der neuen Gesetzgebung auch weiterhin ein klassisches Einfamilienhaus ohne weitere Steuerlast vererbt werden kann.

Trotzdem: wer ganz sicher gehen will, sollte die Übergangszeit ausnutzen und einen Weg finden, dem Finanzamt trotz des neuen Gesetzes ein Schnippchen zu schlagen.
Zum Beispiel können Immobilien bis 2009 noch verschenkt werden. Eine Schenkung in solch großem Rahmen muss natürlich genauestens geregelt werden – zum Beispiel in Bezug auf Wohn- und Nießbrauchrechte -, spart aber unter Umständen eine ganze Menge Steuern.


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