Die Vorsorgeuntersuchungen sollen für GKV-Versicherte Pflicht werden

Die Gesundheit ist das höchste Gut und eigentlich unbezahlbar, so sagt der Volksmund. Die Krankenkassen jedoch sehen das ein wenig anders, für sie ist die Gesundheit nicht mehr unbedingt das höchste, sondern oft genug ein überteuertes Gut. Jedenfalls, wenn die Versichten nicht tatkräftig mithelfen, gesund zu bleiben.





Vorsorgeuntersuchungen werden Pflicht

In den Monaten Juli und November 2008 stehen die nächsten Stufen der Gesundheitsreform an. Spätestens dann werden Vorsorgeuntersuchungen ein völlig neues Gewicht bekommen, denn sie werden Pflicht.

Noch steht nicht endgültig fest, ab welchem Lebensalter regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten nachgewiesen werden müssen. Sicher ist jedoch: wird ein gesetzlich versicherter Patient chronisch krank und kann keine regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen nachweisen, darf die gesetzliche Krankenkasse zukünftig zwei Prozent von Einkommens des Versicherten einbehalten. Sozusagen als Zuzahlung für fahrlässig herbeigeführte Krankheitskosten.

Natürlich werden noch Ausnahmeregelungen festgelegt werden, denn nicht jede späterhin auftretende chronische Krankheit ist schon im Vorfeld durch Vorsorgeuntersuchungen feststellbar. Und nicht jede Vorsorgeuntersuchung ist in allen Fällen wirklich sinnvoll.
Aber: gesetzlich Versicherte, die in diesem Jahr 45 Jahre und älter sind sollten dieses Thema unbedingt weiter verfolgen, um im Ernstfall nicht unnötig hohe Kostenbeteiligungen zu riskieren.
Es ist übrigens schon heute sinnvoll, an regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen und diese auch dokumentieren zu lassen, denn viele gesetzliche Krankenkassen honorieren dieses bereits jetzt mit Bonuszahlungen oder günstigeren Tarifen.


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