Krankenversicherungsbeiträge werden steigen
Auch wenn die Beitragssätze der Krankenversicherungen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind und Versicherte zusätzlich mit Kosten in Form von Praxisgebühren und höheren Kostenbeteiligungen an Arzneimitteln stark in die finanzielle Pflicht genommen werden, ist das Ende der Gesundheitskostenspirale noch längst nicht erreicht.
Gesetzlich Krankenversicherte müssen auch im Jahr 2008 mit weiteren deutlichen Beitragserhöhungen für ihre gesetzliche Krankenversicherung rechnen. Obwohl die Krankenkassenbeiträge bei derzeit ca. 14.8 Prozent des Bruttolohns angesetzt sind, und hiermit schon rekordartige Beiträge gezahlt werden, planen die Versicherungen im nächsten Jahr weitere Erhöhungen.
Entwarnung bezüglich der geplanten Beiträge kann auch die Vorstandschefin des neuen Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, Doris Pfeifer, nicht geben. Die Stabilisierung der Beiträge für einen längeren Zeitraum sei noch längst nicht in Sicht.
Begründet werden die geplanten weiteren Steigungen der Beitragssätze in der GKV mit höheren Kosten. Sowohl Arzneimittel als auch Arzthonorare haben laut den gesetzlichen Versicherungen deutlich angezogen. Auch der Gesundheitsfonds mache sich ab 1. Januar 2009 deutlich in den Kassen der Krankenversicherer bemerkbar. Konnten die gesetzlichen Versicherungen bisher noch Finanzpolster zum Abfangen von Kostensteigerungen anlegen, um verschiedene Preiserhöhungen ohne nennenswerte Beitragserhöhungen abzufangen, so müssen die neuerlichen Preissteigerungen mit weiteren Erhöhungen der Beitragssätze einhergehen.
Der neue Beitragssatz wird nun einheitlich für alle Kassen von Bundesgesundheitsministerium festgelegt. Somit kann der Vorstandschef der Techniker Krankenkasse (TK) schon heute Gerüchte bestätigen, die von Beitragserhöhungen ab 2009 sprechen. Gesundheit werde somit für alle ab diesem Zeitpunkt teurer. Dieses Kostenumlage ergebe sich zwangsläufig, wen der Beitrag kostendeckend sein soll. Die Beitragssätze sind aber noch längst nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Zwar müsse der Beitrag ab 2009 dann für einige Jahre in dieser Höhe gehalten werden. Dies sei einfach wichtig, um dem Wählerunmut Rechnung zu tragen. Der Gesundheitsfonds führt übrigens in erster Linie zu den geplanten Erhöhungen ab 1. Januar 2009. Insgesamt könnten sich damit Beitragssätze in Höhe von 15,5 Prozent eher realistisch als abwegig einpendeln.
Vielleicht nur ein kleiner Trost für alle die nicht in eine PKV wechseln können, aber auch die private Krankenversicherung wird 2009 auf Grund des allgemeinen Gleichstellungsgesetzes und der Einführung eines Basistarifes teurer werden.
