Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung
Rund 6,3 Millionen Ölheizungen gibt es in Deutschland, aber für eine Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung gibt es nur 570000 Verträge. Und die allermeisten Privathaftpflichtversicherungen decken dieses Risiko nicht ab.
Der Öltankbesitzer ist ohne Versicherungsschutz wenn Heizöl ausläuft und dadurch Grundwasser und Boden verseucht wird. Der Besitzer trägt die Kosten fürs Abfahren und Entsorgen, Ausbaggern des verschmutzten Erdreichs als Sondermüll wenn dies passiert.
Auch wenn am Nachbarhaus Öl ausgelaufen ist kommt der Besitzer für den Schaden auf, selbst wenn der Tank regelmäßig geprüft wurde. Eine Gewässerschadenhaftpflicht schützt auch vor Schadenersatzansprüchen.
Es wurde festgestellt, dass der Schutz nicht soviel kosten muss. Der teuerste Versicherer verlangt 91€, fast das Vierfache vom günstigsten. Beim günstigsten Anbieter kostet die Police bei einer Versicherungssumme von 3 Millionen für einen oberirdischen Tank mit einem Fassungsvermögen von 3000 Litern 23 €,
Risiko trotz hoher Sicherheit
Von der Größe des Tanks und ob er ober- oder unterirdisch ist, hängt der Beitrag ab. Tanks in Hauskellern gelten als oberirdisch, unterirdische sind teurer als oberirdische. Große Tanks kommen teurer als kleine.
Doppelte Wände und ein Leckanzeigegerät sorgen auch bei einem Tank, der unter der Erde installiert ist, für einen hohen Sicherheitsstandard.
Bei einem Leck in einem Öltank, der im Keller installiert ist, ist es nicht so schlimm wie wenn Öl ausläuft, denn es bleibt länger unentdeckt und richtet größeren Schaden an. Dennoch kommt es bei einem Leck in einem Öltank auch zu Schäden, z.B. wenn die Tankanlage Mängel aufweist, zu viel Öl eingefüllt wird und der Tank überläuft.
Es werden rund 600 Schäden im Jahr reguliert, die im Durchschnitt 4500 € kosten. Davor muss der Kunde eine höhere Versicherungssumme vereinbaren.
Nur dann reicht der Schutz im schlimmsten Fall beispielsweise, wenn Menschen durch verseuchtes Grundwasser erkranken, der Verursacher der Verschmutzung Behandlungskosten und Schmerzensgeld zahlen muss. Deswegen halten wir 3 Millionen Euro pauschal für Sach- und Personenschäden bei der Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung als sinnvolle Versicherungssumme.
