Private Krankenversicherung

Teil 4 von 5:

Tagegeld bei langer Krankheit
Für den Fall, dass sie auch nach dem Ende der Lohnfortzahlung noch arbeitsunfähig sind, brauchen Arbeitnehmer Krankentagegeld. Daher sollten sie eine Zahlung ab dem 43. Krankheitstag vereinbaren.
Den Verdienstausfall haben Selbstständige hingegen sofort, wenn sie krank werden.
Selbstständige und Freiberufler sollten vor einem Abschluss aber prüfen, ob ein solcher Schutz bereits in ihrer betrieblichen Absicherung enthalten ist. Zum Beispiel in einer Geschäftsausfall- oder Praxisunterbrechungsversicherung.
Diese Versicherung benötigen Beamte nicht, da sie ihre Bezüge auch bei längerer Dienstunfähigkeit weiter erhalten.
Das oft zusätzlich angebotene Krankenhaustagegeld braucht niemand. Krankentagegeld kann das nicht ersetzen, da der Patient auch bei langer Krankheit die meiste Zeit nicht im Krankenhaus verbringt. Unnötig ist es auch als Zusatz, da dem Patienten durch einen Klinikaufenthalt kaum Zusatzkosten entstehen.

Optimalen Selbstbehalt wählen
Privatversicherte müssen in den meisten Tarifen bis zu einer bestimmten Summe im Jahr ihre Arztkosten selbst bezahlen. Je höher der Selbstbehalt ist, desto niedriger sind die Beiträge. Für den Kunden kann das selbst wenn er den Selbstbehalt voll zahlen muss günstiger sein, als ein Tarif mit niedrigerer Selbstbeteiligung. Insbesondere für Selbstständige lohnt sich das. Teilen sie den jährlich Selbstbehalt durch 12 und addieren ihn zum Monatsbeitrag, um zu vergleichen.
Anders rechnen müssen Arbeitnehmer. Zwar zahlt ihr Arbeitgeber die Hälfte des Beitrags, den Selbstbehalt müssen sie aber alleine tragen. Aufgrund der Beihilfevorschriften wäre ein Selbstbehalt für Beamte umständlich, denn der Aufwand steht in keinem Verhältnis zur möglichen Ersparnis.


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