Wichtige Änderung für 2007

Teil 1:

Ihr Geld 2007, Abzocke oder Euro-Regen?
Die Koalition zeigt sich in anderen Bereichen spendabler, während Rot-Schwarz durch die höhere Mehrwertsteuer den Bürgern milliardenschwere Zusatzausgaben aufbrummt: der Überblick über die wichtigsten Änderungen für Ihren Geldbeutel.
Die Bürger werden ab dem nächsten Jahr bei den Steuern zusätzlich kräftig zur Kasse gebeten, unter dem Strich hingegen bleibt bei den Sozialbeiträgen eine Entlastung. Die Änderungen für 2007 lassen sich so pauschal zusammenfassen.

Zum wiederholten Male werden die Berufspender zur Melkkuh: Erst ab Kilometer 21 können sie die 30 Cent Entfernungspauschale geltend machen. Viele Erwerbstätige werden unter dem Strich kaum noch mit einer Erstattung der Fahrtkosten rechnen können.

Tiefer in die Tasche greifen müssen auch Sparer. Dass Anleger einen größeren Teil der Zinserträge an den Fiskus abgeben müssen, dafür sorgt der verringerte Sparerfreibetrag.

Neu-Eltern werden dagegen profitieren. In den Genuss der neuen Elterngeldregelung kommen kann, wer 2007 Nachwuchs bekommt, wenn Vater oder Mutter (oder beide) eine Jobpause einlegen.

Wo zeigt sich Vater Staat großzügig und wo zahlen Sie drauf?

Bitter ist die größte Steuererhöhung
Durchschnittlich wird jede Tankfüllung bis zu zwei Euro teurer, im nächsten Jahr kostet ein Auto für 30.000 Euro 900 Euro mehr. Die bisher größte Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik ist das Anheben der Mehrwertsteuer von 16 Prozent auf 19 Prozent. Immerhin wird der tägliche Einkauf im Supermarkt kaum teurer, denn der für Lebensmittel verringerte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent bleibt unangetastet.

Versicherungssteuer: Autofahren wird teurer
Versicherungsnehmer müssen im Jahr 2007 mit höheren Beitragsrechnungen rechnen, da die Versicherungssteuer von 16 Prozent auf 19 Prozent steigt. Die Kfz-Haftpflichtversicherung, die Kaskoversicherung und die private Haftpflicht werden teurer.
Der Steuersatz steigt bei der Feuerversicherung auf 14 Prozent, was sich wiederum auf die Wohngebäude- und Hausratversicherung niederschlägt.
Lebens-, Renten- und Krankenversicherungen sind von der Steuererhöhung ausgenommen.

Für viele lohnt sich die Pendlerpauschale nicht mehr.
Ab 2007 können Berufstätige erst ab dem 21. Kilometer die Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer geltend machen. Nach Angaben des Steuerzahlerbundes sind davon rund 15 Millionen Steuerzahler betroffen. In Sachen Fahrtkostenzuschuss vom Chef tut sich auch was. Die gute Nachricht ist, dass Benzingutscheine oder Jobtickets im Wert von 44 Euro monatlich unangetastet bleiben. Denn sie sind weiterhin steuer- und sozialabgabenfrei.

Neue Regeln gelten für andere Fahrtkostenzuschüsse, die sich nach der Länge der Arbeitswegs richten:

    – Auf den Fahrtkostenzuschuss die volle Steuer zahlen und auch entsprechend Sozialabgaben entrichten muss, wer weniger als 21 Kilometer Arbeitsweg hat.

    – Der Fahrtkostenzuschuss ist ab 21 Kilometer sozialabgabenfrei und muss pauschal mit 15 Prozent versteuert werden.

Wichtig: Nur noch bis zum Jahresende kann der finanzielle Schaden aus Unfällen mit dem eigenen PKW auf dem Arbeitsweg als Werbungskosten geltend gemacht werden. Vater Staat beteiligt sich nicht mehr an diesen Kosten.


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