Die Riester Rente

Da die Riester-Rente mit Steuervorteilen und Zulagen gefördert wird, kommen durch diese Kombination alle, egal wie viel sie verdienen, auf ihre Kosten.

Die RiesterRente scheint in diesem Jahr den Durchbruch zu schaffen, da allein im ersten Halbjahr 1,1 Millionen Menschen einen solchen Vertrag neu abschlossen haben. Wenn es in diesem Tempo weiter geht, gibt es Ende 2006 vielleicht schon acht Millionen Riester-Sparer.
Obwohl die Riester-Rente fast ein Muss ist, hätte damit nicht einmal jeder dritte der rund 25 Millionen Menschen, die einen Anspruch auf die Förderung haben, einen Vertrag. Um die Lücken inder gesetzlichen Versorgung zu schließen, hilft der Staat hier kräftig beim Sparen fürs Alter. Sparer sichern sich so mit viel weniger Geld mehr Zusatzrente als mit einer rein privaten Geldanlage.

Alle Produkte gleich gefördert
Bei Banken, Fondsgesellschaften und Versicherungsunternehmen gibt es Riester-Angebote.
Dass jeder, unabhängig davon, wie viel er verdient, profitiert, führt eine Kombination aus Zulagen und Steuerfreiheit der Beiträge bei der Riester-Förderung dazu. Die Riester-Förderung ist für alle Produkte gleich. Ein Sparer kann sich immer sicher sein, dass er ein Plus macht, selbst wenn die Geldanlage keinerlei Wertentwicklung brächte, was unwahrscheinlich ist. Ihm sind nämlich mindestens die eingezahlten Beiträge einschließlich der staatlichen Zulagen zum Rentenbeginn garantiert. Das gilt auch für Fondssparpläne.
Vor allem lohnt sich ein Riester-Vertrag wegen der Zulagen für Kinderreiche. Gutverdiener nutzt es am stärksten, dass die Beiträge steuerfrei sind. Aber auch alle anderen machen ein gutes Geschäft.

Wer bekommt die Förderung?
Alle rentenversichertungspflichtigen Angestellten und Beamten können “Riestern”. Wenn sie Arbeitslosengeld beziehen, erhalten Arbeitslose die Förderung. Das gilt auch für alle in einer Elternzeit.
Die Förderung nutzen kann nur, wer einen Riester-Vertrag abschließt. Ehepartner Förderberechtigter können als “indirekt Förderberechtigte” eine Zulage für sich und vielleicht für Kinder kassieren, wenn auch der förderberechtigte Partner einen Vertrag hat.
Da das Angesparte “Hartz“-sicher ist, muss es also nicht aufgebraucht werden, bis Arbeitslosengeld II fließt.
Wenn der Sparer nicht mehr förderberechtigt ist oder den Beitrag nicht mehr aufbringen kann, kann der Vertrag ruhen. Er kann später wieder einzahlen.
Ein Wechsel des Anbieters ist möglich, wenn ein Kunde mit seiner Riester-Anlage unzufrieden ist. Das kostet ihn je nach Unternehmen meist 50 bis 100 Euro und die Gebühr wird von dem Ersparten abgezogen.
Wenn ein Riester-Sparer in der Ansparzeit stirbt, kann sein Ehepartner das Ersparte auf seinen Riester-Vertrag übertragen. Die erhaltene Förderung ist zurückzuzahlen, wenn der Vertrag vom Kunden selbst oder aber nach seinem Tod von seinen Erben aufgelöst wird.


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