Hoffnung für geprellten Käufer von Immobiliengeschäfte

Leichter haben es ab sofort Anleger, denen ein Vermittler zu Hause ein Immobiliengeschäft auf Kredit aufgeschwatzt hat. Praktisch dürfen diese Anleger den Kreditvertrag in jedem Fall widerrufen.

Weder kommt es darauf an, ob die Bank von der Haustürsituation wusste, noch ist der zeitlich enge Zusammenhang zwischen dem Hausbesuch und dem Abschluss des Kreditvertrages relevant.
Der Vertrag kann sogar widerrufen werden, wenn er nach dem Kauf von einem Notar unterzeichnet und somit abgeschlossen wird.
(s. Bundesgerichtshof, AZ. II ZR 327/04)

Sollte der Vermittler den Käufer nicht über das Widerrufsrecht aufgeklärt haben, so kann der Käufer sogar nach Jahren den Vertrag widerrufen.
Das Gericht sprach das Urteil im Falle eines Anlegers, der auf Kredit Anleihe an einem geschlossenen Immobilienfonds gekauft hatte.
Der Widerruf des geschlossenen Kreditvertrages umfasst nach dem neuen Urteil des Bundesgerichtshofes auch den Kauf der Fondsanteile.
Dieses neue Urteil ändert dadurch die bisherige BGH-Rechtssprechung.


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