Alleinerbe ist nicht gleich Bezugsberechtigter einer Lebensversicherung

Darauf sollten Sie achten!
Selbst wenn Sie ein Testament erstellt haben und jemanden zum Alleinerben machen, steht der Bezugsberechtigte einer Lebensversicherung über Ihrem letzten Willen.

Nehmen wir folgende Szene an:
Ein Mann, schloss mit 26 Jahren eine Lebensversicherung ab und trug als Bezugsberechtigte seine damalige Ehefrau ein.
Nach 5 Jahren Ehe zerbrach diese. Da diese Verbindung Kinderlos blieb und er noch im besten Alter war, blieb er nicht lange alleine.
Mit 37 wurde zum 2. Mal geheiratet und ein Kind folgte.
Um seine Familie abzusichern wurde ein Testament gemacht, indem seine jetzige Ehefrau zur Alleinerbin eingesetzt wurde.
Jahre später starb dieser Mann im Alter von 61 Jahren bei einem tragischen Unfall.

Nach seinem Tode wollte die Witwe die Versicherungssumme von € 200.000,- der Versicherungsgesellschaft übermittelt bekommen.
Die Gesellschaft zahlte jedoch die Summe (die sich bei einem Unfalltod verdoppelt hatte) an die 1. Ehefrau aus.
Die 2. Ehefrau klagte vor Gericht die Auszahlungssumme von € 400.000,- ein, da Sie der Meinung war, als Alleinerbin hierzu berechtigt zu sein.
Die Klage wurde trotz eines Testamentes abgewiesen, da immer der Bezugsberechtigte, der im Versicherungsantrag genannt wird, Anspruch auf die Auszahlung der Versicherungssumme hat.

Fazit:
Jeder sollte seine Lebensversicherungen auf den jeweiligen gewünschten Bezugsberechtigten überprüfen und ggf. bei der Gesellschaft ändern lassen!


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