Wer stark bremst zahlt bei Unfall

Es gibt sie immer wieder, die Autofahrer, die sich selbst das Recht nehmen die Regelungen der Strassenverkehrsordnung durchzusetzen.
Niemand bezweifelt die durchaus ehrenhaften Absichten eines erzwungenen Bremsmanövers. Halten wir uns doch alle gerne an die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung und freuen und wenn das eigene Fehlverhalten von anderen erkannt und kenntlich gemacht wird.
Es ist ja nur zu unserem eigenen Vorteil und dient der allgemeinen Verkehrssicherheit.

Das Oberlandesgerichts Nürnberg (Az.: 2 U 2712/04) hat nun in einem solchen Fall von Autofahrer Selbstjustiz ein eher Verkehrsfluss förderndes Urteil gefällt.
Wer mutwillig andere Autofahrer zur Reduzierung der Geschwindigkeit veranlasst nimmt einen möglichen Unfall billigend in Kauf.
Die Konsequenz:
Verlust des Versicherungsschutzes, da es sich in diesem Fall um ein vorsätzliches Herbeiführung des Verkehrsunfalls handelt.

Ein weiteres Urteil finden Sie auch unter Auffahrunfall, auch hier haftete der “Verkehrserzieher” voll.


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