Immobilienfonds in der Diskussion
Vor gar nicht all zu langer Zeit waren es DEKA Kunden, die aus der Presse erfahren durften, dass es da eine leichte “Schräglage” eines Immobilienfonds geben könnte. Ursache, so war zu lesen, ist weniger die schlechte Wertentwicklung, als vielmehr der zunehmende Kapitalanfluss.´
Gewerbeimmobilien können eben nicht nach Belieben an- oder verkauft werden, die Auszahlungswünsche der Kunden konnten nur durch zusätzliches Kapital der Verbundkreditinstitute, den Sparkassen, befriedigt werden. Was wie ein Problem der Sparkassen aussah, wird nun auch zu einem Problem der Deutschen Bank. Überraschend für viele Anleger wie auch Branchenkenner wurde am 14.12. der Grundbesitz-Invest Immobilienfonds geschlossen, d.h. weitere Auszahlungen werden an Anleger vorerst nicht vorgenommen mangels flüssiger Liquidität.
Wie passiert sowas?
Die Anlagegelder eines Immobilienfonds sind zu großen Teilen in Immobilien investiert, daraus bezieht der Fonds einen Steuervorteil und seinen Wertzuwachs, sprich seine Rendite.
Ziehen zuviele Anleger Gelder aus dem Fonds, weil sie sich in anderen Anlagemöglichkeiten eine höhere Rendite versprechen, kann es zu einem Auszahlungsengpass wie in diesem Falle kommen. Wie sich diese Situation lösen lassen kann, bleibt abzuwarten, ob es zu einer ähnlichen “Nachschuss”-Regelung wie bei DEKA Fonds kommen wird, oder ob die Deutsche Bank eine andere Lösung findet, ist zurzeit noch offen.
Einen großen Vorteil haben die Anleger des Fonds jedoch gegenüber anderen Investionen, der Gegenwert Ihrer Einlage ist in Immobilienwerten vorhanden, auch wenn dieser Gegenwert momentan nicht kapitalisiert werden kann.
