Streit um Internetadresse: bundeskanzlerin-merkel.de

Der Mannheimer Werbefachmann Holger Schmid hatte sich im Jahr 2001 die Internetadresse www.bundeskanzlerin-merkel.de schützen lassen. Nun setzt sich die neue Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen die Webadresse mit Ihrem Namen zur wehr.
Nach einem Bericht der Tageszeitung Mannheimer Morgen, wurde Herr Schmid vom Bundespresseamt am letzten Montag dazu aufgefordert die Webadresse bis zum heutigen Tag (Mittwoch den 30.11) löschen zu lassen. Ansonsten wolle das Bundespresseamt eine einstweilige Verfügung beim Landgericht gegen den Werbefachmann beantragen.

Unter der Internetadresse ist derzeit nur eine Testseite des Apache-Webservers zu finden. Informationen über die Bundeskanzlerin werden auf der Webseite aktuell keine online gestellt.

Nach der Ausage von Herrn Schmid habe er nicht vor den Eintrag der Internetadresse löschen zu lassen. Er habe sich die Internetadresse gesichert um sie Frau Merkel kostenlos zu übergeben und Sie dabei in einem Gespräch auf die Probleme des Mittelstandes aufmerksam zu machen.
Des weiteren erklärte der Mannheimer er habe sich schon seit 2001 3x an die CDU gewand um die Webadresse zu übergeben, jedoch hatte er erst im letzten Oktober eine Antwort von der Partei erhalten das es kein Treffen mit Frau Merkel geben würde.

Auch würde wohl das Löschen der Regestrierung bei der DENIC die Probleme der Bundeskanzlerin nicht wirklich lösen. So könnte die Domain nach dem Löschen sofort neu belegt werden und welche Probleme Frau Merkel hätte falls die URL über einen Strohmann im Ausland regestriert werden würde kann sich jeder selbst ausmalen.

Das Problem mit den Internetadressen wird Frau Merkel wohl noch etwas länger beschäftigen, denn auch die Webadresse www.bundeskanzlerin.de kann von Frau Merkel nicht genutzt werden. Diese gehört derzeit dem Berliner PR-Berater Lars Heitmüller, der sich die Domain im Jahr 1998 gesichert hatte. Auf der URL kündigt er an diese der ersten Amtsträgerinnen offiziell zu übergeben, dies würde in kürze nach Vereinbarung eines Übergabetermins kostenlos geschehen. Wann dies passieren wird läßt der Berliner, der nach seinen eigenen Angaben auf diese Weise dafür Eintritt das die “Gleichberechtigung in Deutschland Normalität” wird, jedoch offen.

Bis all dies geklärt ist können Sie die Homepage der Bundeskanzlerin unter der Subdomain der Bundesregierung bundeskanzlerin.bundesregierung.de erreichen.

1 Kommentar zum Artikel: “Streit um Internetadresse: bundeskanzlerin-merkel.de”

  1. Sven hat am 30th November, 2005 einen Kommentar hinterlassen.

    Über die Domain www.bundeskanzlerin.de kann unsere Regierungschefin Angela Merkel ab heute verfügen. Sie wurde von Lars Heitmüller an Ulrich Wilhelm den Sprecher von Frau Merkel übergeben.
    Im Bestiz von Herrn Heitmüller befindet sich nun noch die Domain www.bundespraesidentin.de, mit der Übergabe dieser Domain wird er aber noch etwas warten müssen.


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